Nagelkreuz in Coventry
unterwegs
mit dem Wandernagelkreuz aus Pforzheim
vom 23. Februar 2018 bis 23. Februar 2019
Nagelkreuz in Pforzheim   


 





 

Abfahrt zur Nagelkreuzübergabe in Michendorf




Übergabe in Pforzheim




Gottesdienst an den Kriegsgräbern - Wildenbruch Siedlungsfriedhof




Auf dem Kreiskirchentag




Andacht auf dem Aldiparkplatz



 
Das Nagelkreuz von Coventry ist ein christliches Symbol aus der Kathedrale von Coventry. Es sollte die Idee der völkerweiten Versöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg in die Welt hinaustragen.

Coventry, eine mittelenglische Industriestadt, verbrannte in der Nacht vom 14. auf den 15. November 1940 und löste weltweite Bestürzung aus. Der Angriff der deutschen Luftwaffe auf Coventry ließ die Stadt als ausgebranntes Ruinenfeld zurück. Die Bewohner Coventrys aber setzen früh auf Versöhnung: In seiner Weihnachtsansprache von 1940, die im Radio übertragen wurde, predigte der Propst der zerstörten St.-Michael Kathedrale, Richard Howard, Versöhnung mit dem Kriegsgegner und sprach sich gegen Rachegedanken aus.

Richard Howard ließ bei den Aufräumarbeiten drei große Zimmermannsnägel aus dem Dachstuhl der zerstörten Kathedrale, die aus den Trümmern geborgen wurden, zu einem Kreuz zusammensetzen. Dieses Nagelkreuz wurde zum Symbol der Versöhnung. Außerdem schrieb Howard mit Ruß die Worte „FATHER FORGIVE“ (Vater vergib) an die Chorwand der Ruine.

Das Nagelkreuz wurde eine moderne Reliquie, ein Zeichen der Versöhnung, das auch in andere Städte gesandt wurde. Kopien dieses Kreuzes befinden sich heute beispielsweise in Berlin, Dresden und Würzburg und vielen anderen, in der Obhut sogenannter ökumenischer Nagelkreuz-Glaubensgemeinden.

Auch die Stadtkirchengemeinde in Pforzheim, Partnerkirchen-gemeinde von Michendorf-Wildenbruch, ist ein solches Nagelkreuzzentrum. Nagelkreuzzentren haben die Aufgabe, die Versöhnungs- und Friedensarbeit zu stärken. Die Ziele der weltweiten Nagelkreuzgemeinschaft sind nicht ausschließlich auf die Aussöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg ausgerichtet, sondern lauten:
• Wunden der Geschichte heilen,
• mit Verschiedenheiten leben und die Vielfalt feiern,
• an einer Kultur des Friedens bauen.

Um das zu erreichen, hatte unsere Pforzheimer Partnergemeinde eine gute Idee. Seit vielen Jahren haben sie ein Wandernagelkreuz. Dieses Wandernagelkreuz wird einer Gemeinde (die nicht Nagelkreuzzentrum ist) für 1 Jahr übergeben. In diesem Jahr kann auch die Gemeinde Anteil haben an der Versöhnungs- und Friedensarbeit, die von Coventry ausging.

Die Nagelkreuzbewegung, einst Symbol für Frieden und Versöhnung unter den europäischen Kriegsgegnern, ist inzwischen zu einer globalen Bewegung herangewachsen. Auch wenn sich die historische Botschaft im Laufe der Zeit von seinen Ursprüngen entfernt hat, steht das Nagelkreuz aus Coventry für ein außergewöhnliches Zeichen der Versöhnung in einer Zeit, in der Skepsis und Feindschaft unter den Menschen immer noch an der Tagesordnung ist.

Am 23.02.2018 bekamm die Kirchengemeinde Michendorf-Wildenbruch das Wandernagelkreuz aus Pforzheim bis zum 23.02.2019 überreicht. In diesem Jahr 2018 kann und will die Kirchengemeinde Projekte zur Versöhnung durchführen. Wir alle können teilhaben an den Zielen der weltweiten Nagelkreuzzentren, wir können an einer Kultur des Friedens und der Versöhnung bauen.
 
Veranstaltungen:

 
2019


12. Januar

14.30 Uhr - Besichtigung in der Nagelkreuzkapelle


15. Februar

19.30 Uhr - Abschlussveranstaltung im Apfelbaum Michendorf


17. Februar

9.30 Uhr - Abschlussgottesdienst zum Nagelkreuzjahr in der Dorfkirche Michendorf


Andachten
18.00 Uhr

 
2019

4. Januar
Dorfkirche Michendorf
11. Januar
Michendorf - Amtsverwaltung
(Haus 1, Potsdamer Straße 33) 18. Januar
Dorfkirche Wildenbruch
25. Januar
Michendorf - Fam. Kühne
(Heideweg 8)
1. Februar
Dorfkirche Michendorf
8. Februar
Dorfkirche Wildenbruch
15. Februar
Michendorf - Apfelbaum
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